Adrian + Cornelsen + Radziwill

Adrian

Die Familien Adrian haben in Westpreußen gelebt. Vermutlich kamen sie aus Holland. Sie waren Siedler im Marienburger Werder / Elbinger Niederung - also rechts und links des Handelsweges von Marienburg nach Elbing, unsere so wohlbekannte ehemalige "B1". Eschenhorst südlich, das Kirchspiel Neuheide (Möskenberg, Fichthorst, Aschbuden) nördlich der Straße.

Mein Spitzenahn Heinrich Adrian heiratete Katharina Hübert, deren Familie vermutlich aus der Eifel stammt (Monschau, was noch zu erforschen wäre!)

 

Das erste Kirchenbuch ist von 1637, das Dorf selbst wurde 1620 als Ableger von Grunau gegründet. Dirk Adrian(sen) steht mit in der Gründungsurkunde. Im Ev. Kirchenbuchamt in Berlin kann das Kirchenbuch per Microfiche gelesen werden.

Cornelsen

Die Cornelsen waren eine mennonitische Familie. Sie wurden als Siedler angeworben, um das Marienburger Werder urbar zu machen. Wie alle Siedler  waren sie freie Bauern, für die Anfangsjahre von Abgaben befreit.


Im 19. Jahrhundert wanderte Cornelius Cornelsen, geb. 1861, nach Amerika aus. Er wurde in Kansas seßhaft, ging später weiter nach Oklahoma ins Panhandle Land, auch No-Man-Land bezeichnet, wo heute noch immer Nachfahren von ihm leben.

Die Eltern Cornelius und Catharina gingen 65jährig ebenfalls nach Amerika, lebten sich 3 Jahre in Kansas ein und wanderten dann nach Kanada aus, kauften sich eine Farm und blieben dort für einige Jahre. Später gingen sie zurück nach Kansas und sind in Ramona begraben

Radziwill

Die Geschichte der Familie Radziwill ist die Geschichte nicht nur einen Landes, sondern die Osteuropas. Tartaren, Russen, Türken, Litauer, Polen, Deutsche finden sich in den Ahnenlisten.

Der Ahnherr aller Radziwills ist Oscik in Trakai. Dieser Ort, diese Lichtung im Walde, liegt heute in Litauen, unweit der Stadt Vilnius.

 

Die Oscikowiszfamilie

 

Oscik, geboren 1346,  war der Berater und Vertraute des Großfürsten Witold von Litauen, Vytautas in Litauen genannt. Dessen Onkel war Jagaillo, der 1386 die ungarische Hedwig heiratete und die Personalunion von Litauen-Polen möglich machte. 1386 trat der heidnische litauische Adel zum Christentum über, ein Jahr später folgte das Volk. Zu den litauischen Adligen, die sich 1386 taufen ließen, gehörten auch Oscik mit seinen vier Söhnen. So ist es urkundlich verbürgt. 

(s. Website Radziwill )


Anna Wilhelmine Radziwill war Tochter eines reichen Bauern, der in zweiter Generation im Marienburger Werder lebte. Dessen Vater wurde in Ragnit geboren. Er war protestantisch, hatte aber vermutlich katholische Großeltern.