Kopetsch

Der Name Kopetsch ist erst 1895 das erste Mal im Langenauer (f. Heinrichau) Kirchenbuch verzeichnet. A. Kopitz ist der 2. Sohn von W. Kopecz. Andere Geschwister hatten die Namen Koppitsch, Koppetsch. Als die Familie 1905 nach Berlin auswanderte, wurde der Name Kopetsch gewählt.

 

Die Vorfahren von W. Kopecz kamen aus Elgenau, einem Dorf westlich von Gilgenburg im Kreis Osterode in Masuren / Ostpreußen. Masuren wurde durch den Deutschen Ritterorden von Siedlern aus Böhmen und Mähren urbar gemacht. Der Name Kopecz deutet darauf hin: kopac = hauen, hacken, roden, Ruß.

Die Urbarmachung geschah vermutlich durch Brandrodung, das Land war ursprünglich eine geplante Wildnis, eine natürliche Grenze gegen die litauischen Überfälle.

 

W. Kopecz ging um 1893  in den benachbarten Kreis Rosenberg, nach Heinrichau / Westpreußen, arbeitete dort auf dem Gut Heinrichau als Schäfer und Knecht.

In Berlin arbeitete er als Heizer und Maschinist bei Orenstein & Koppel.

Bierwisch

Meine Familie Bierwisch ist seit 1800 im Jerichower Land zu finden. Östlich von Burg, Kreis Magdeburg, liegt das Dorf Grabow, in dem die Tischlerfamilie Wilhelm Bierwisch gelebt hat. Die Vorfahren von Wilhelm, der in Rothensee bei Magdeburg als Tischlergeselle lebte und dort heiratete, kommen aus dem Südharz, aus den Dörfern Breitungen und Breitenstein. Sie waren in mehreren Generationen Schäfer. Um Nordhausen herum gibt es heute noch etliche Familien mit dem Namen Bierwisch.

Der Nachkomme Emil Albert Bierwisch ist als junger Mann nach Berlin gegangen, vermutlich ergaben sich dort bessere Arbeitsmöglichkeiten.

Er lebte allerdings nicht in Berlin im heutigen Sinne; sein Wohnort war Spandau, damals "bei Berlin".

Die größten Arbeitgeber waren Orenstein & Koppel und Siemens.